Tabakführer

Der kleine Tabakführer

Der kleine Tabakführer

Der gesamte Pfeifentabak und auch alle nachfolgend beschriebenen Rohtabake stammen von der gleichen Tabakpflanze. Nicotiana tabacum. Lediglich die Art der Lagerung und Verarbeitung sorgt für so unterschiedliche Rohtabake und so eine Vielfalt in den Endprodukten.

Es gibt noch eine weitere Tabakpflanze (Nicotiana rustica), welche allerdings wegen ihres hohem Nikotingehalts als Pfeifentabak nicht verwendet wird.

Rohtabake:

  • Virginia: Ein beliebter Tabak, welche derzeit die am häufigsten verwendete Basis für Tabakmischungen darstellt. Er hat einen hohen natürlichen Zucker- und Aromagehalt in seinen Tabakblättern. Dadurch wird der Virginia süßlich und aromatisch
  • Burley: Dieser Tabak besitzt einen sehr niedrigen Zuckergehalt. Oft sogar keinen Zucker. Er ist bekannt für sein robustes Aroma mit einer leichten Kakaonote, jedoch ohne Süße. Burley brennt gut in der Pfeife.
  • Latakia: Ursprünglich aus Syrien, wird dieser Tabak nach dem Trocknen der Blätter in der Sonne über den Rauch eines offenen Feuers gehangen. Die Tabakblätter nehmen dabei das Raucharoma in sich auf - und das schmeckt und riecht man beim Verrauchen. Er ist so kräftig und würzig, daß er nur als Zugabe benutzt wird. Selbst starke Latakiamischungen bestehen selten aus reinem Latakia.
  • Cavendish: Dies ist keine natürliche Tabaksorte, sondern die Verarbeitung von Virginia und Burley durch gemeinsames Pressen bei gleichzeitigem Erhitzen oder dem Erwärmen mithilfe von Dampf.

 

Aroma:

  • Tabake erhalten oft ein leichtes Casing, das heißt eine Zugabe von natürlichem Aroma. Dieses Aroma schmeckt und riecht man nicht heraus. Es dient der Balancierung des Rohtabaks.
  • Erst das sogenannte Top Flavour, welches mittels Sossierung in den Tabak eingebracht wird, ist der bekannte aromatische Zusatz, den man Riechen und Schmecken kann.

 

Schnittarten:

  • Loose Cut: Lose geschnittener Pfeifentabak. Lässt sich einfach stopfen und genießen. Loose Cuts werden nicht gepresst.
  • Presstabake: Presstabake entstehen durch Pressung, meist unter Hitze. Zu den Presstabaken gehören die Flakes (Scheiben aus gepresstem Tabakwürfel) und Curlys bzw. Rolls (zu einem Strang gerollter Tabak)
    Die Presstabak können zur einfacheren Verwendung für den Pfeifenraucher vorab aufgelockert (ready rubbed) oder geschnitten sein (curly cut, cube cut, broken flake)
  • hier finden Sie eine Anleitung zum Flake Rauchen: Flake Rauchen leicht gemacht
  • Mixtures: Eine Mischung aus losem Tabak und Presstabaken.